Extremismusprävention

Immer wieder kommt es auch an Schulen in Schleswig-Holstein zu demokratiefeindlichen Äußerungen und Handlungen. Und zunehmend werden religiös begründete, mitunter sehr extreme Verhaltensweisen und Verlautbarungen beobachtet. Auf der anderen Seite nehmen auch Islam- und Muslimfeindlichkeit in Schulen zu.

Häufig erfolgt eine Meinungsbildung bei den Jugendlichen mithilfe von Berichterstattungen aus dem Internet, die politisch gefärbt und den Pädagoginnen und Pädagogen nicht bekannt sind. Radikalisierungen erfolgen oftmals über soziale Netzwerke und das Internet. Anfällig sind besonders die Jugendlichen, denen Anerkennung in Familie, Schule und bisherigem Umfeld offenbar fehlt.

Angesichts dieser vergleichsweise jungen Entwicklungen zeigen sich viele Pädagoginnen und Pädagogen verunsichert. Dabei geht es zum Beispiel um folgende Fragen:

  • Welche religiös begründeten Verhaltensweisen können toleriert werden?
  • In welchen Fällen zeichnet sich dagegen eine Gefährdung ab?
  • Wie sollen Pädagoginnen und Pädagogen reagieren, wenn die Scharia als „Medizin gegen die Demokratie“ bezeichnet wird? Wie können Salafismus und/oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Unterricht thematisiert werden?
  • Was können einzelne Lehrkräfte tun und wie sollte sich die Schule positionieren, um sowohl die Interessen der Schülerinnen und Schüler als auch die freiheitlich demokratische Grundordnung zu wahren?

In diesem neuen und noch im Aufbau befindlichen Aufgabenbereich koordiniert das Zentrum für Prävention Fortbildungsangebote, Maßnahmen und Projekte, die Schulen in ihrer Arbeit zu diesem Thema unterstützen.