Selbstgesteuertes Lernen

segu

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segu ist eine Lernplattform, die selbstgesteuertes Lernen im Rahmen eines offenen Geschichtsunterrichts anstrebt. Die Lernmaterialien sind als OER (Open Educational Resources) frei verfügbar und veränderbar. Entwickelt werden die Materialien von einer  Projektgruppe der Uni Köln.

Die Anwendung ist frei verfügbar und kostenlos.

Lernapp „Fliehen vor dem Holocaust“

Link Zeitzeugenapp

Diese Anwendung stellt Zeitzeugen und ihre Erlebnisse zur Zeit des Holocausts in den Mittelpunkt. Dies geschieht in Form von Videos. Danach wird der Nutzer in Lernmodulen durch die App navigiert. Dort finden sich Aufgaben zu den Inhalten. Die App ist unter der Projektleitung von Peter Gautschi von der PH Luzern entstanden. Man kann sie kostenlos im Play Store oder App-Store herunterladen.

 

Virtuelle Orte am Beispiel NS

Auch der museumspädagogische Bereich vieler Museen, Gedenkstätten und Lernorte  hat zunehmend digitale Anwendungen für sich entdeckt, um sein Angebot modern zu erweitern. In vielen Fälle geht dies mit der Möglichkeit einher, bereits von zu Hause oder als Vorbereitung eines Besuches oder im Rahmen einer virtuellen Exkursion Angebote abzurufen. 360 Grad Panoramen, mit denen man sich durch die Umgebung navigieren kann, erfreuen sich hierbei besonderer Beliebtheit.

Das Spektrum, reale Orte virtuell aufsuchen zu können, ist mittlerweile sehr groß. Im Folgenden finden Sie einige Angebote für den Bereich zum Nationalsozialismus.

Auschwitz-Birkenau:

Link Panoramen Auschwitz

Hier findet man 360 Grad Panoramen durch das ehemalige KZ.

Link Minecraft Modell

Hier findet man eine Rekonstruktion des ehemaligen KZs in Form eines Minecraft-Modells.

Anne Frank Haus:

Link Anne Frank Haus

Auch das Hinterhaus des Anne Frank Hauses in Amsterdam ist virtuell begehbar im Rahmen von 360 Grad Panoramen. Hier versteckte sich Anne Frank mehr als zwei Jahre im Zweiten Weltkrieg.

KZ-Gedenkstätte Neuengamme:

Link Neuengamme

In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist es möglich, den Audioguide des Rundgangs in Kombination mit Bildmaterial aufzurufen.

Lernort Neulandhalle:

Link Neulandhalle

Der Lernort Neulandhalle im Dieksanderkoog stellt die Ausstellungstexte der Buchstaben der Ausstellung in Verbindung mit digitalem Material auf seiner Homepage zur Verfügung.

NS Dokumentationszentrum Köln:

Link NS Dokumentationszentrum

Auch das NS-Dokumentationszentrum stellt sein Museum im Rahmen eines 360 Grad Rundgangs dar. Als alleinige virtuelle Exkursion eignet sich der Rundgang jedoch nicht.

 

Augmented Reality und mobiles Lernen

Einen ganz aktuellen und  neuen Ansatz, Geschichte für die SuS  erlebbarer zu machen und vor allem zu emotionalisieren, bietet die Option, mit Hilfe von Augmented Reality die Realität virtuell anzureichern. Diese Option kann bei jedem zu Hause oder im Klassenzimmer stattfinden.

Verknüpft wird diese Augemented Reality neuerdings noch mit dem mobilen Lernen, das die SuS mit ihren Endgeräten an historische Orte führt und dort das, was in der Gegenwart vorzufinden ist, um Informationen oder virtuelle Aspekte erweitert.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele sowohl für Augmented Reality als auch für mobiles Lernen.

WDR AR 1933-1945 App:

Link WDR AR 1933- 1945

Eine aktuelle und besonders spannende Variante der Augmented Reality für den Geschichtsunterricht bietet die oben genannte App des WDR. Diese App holt Zeitzeugen durch die Sicht durch die eigene Kamera des mobilen Endgerätes als Hologramm ins eigene Wohnzimmer oder ins Klassenzimmer. Zusätzlich werden passende virtuelle Elemente, wie z.B. Flugzeugangriff oder Schneegestöber eingeblendet, um die Aussagen zu unterstützen. Das führt zu erstaunlichen Effekten beim Zuschauer.

Die App ist kostenfrei herunterzuladen für alle gängigen Smartphones oder Tablets.

MauAR App:

Link MauAR

Diese App thematisiert alles rund um die Berliner Mauer. Ziel ist es, die Orte um und an der Mauer mit ihren dazugehörigen Momenten in originalen Ton-, Video- oder AR-Funktionen erlebbar zu machen. Die App entfaltet sich besonders, wenn man in Berlin vor Ort die Angebote abruft, jedoch ist sie auch zu Hause draußen nutzbar.

Die App ist zunächst nur für iPad oder iPhone verfügbar.

Stolpersteine App:

Link Stolpersteine

Diese App beinhaltet unzählige Stolpersteine, die auf Geh- und Fußwegen oder in Städten zu finden sind. Sucht man die entsprechenden Stolpersteine auf, bietet die App dem Benutzer zusätzlich Informationen wie Hintergrundinformationen zur Biografie der Opfer, Audio-, und Bildaufnahmen. Auf der Seite oben kann man erfahren, wo Stolpersteine zu finden sind, die von der App unterstützt werden.

App in die Geschichte:

Link App in die Geschichte

Die App in die Geschichte bietet verschiedene Anwendungen, u.a. auch ein Mapping-Game, bei dem man Quellen auf einer Karte positioniert und diese Orte aufsucht.

Auf der Internetseite muss man sich als SuS zwar anmelden, aber dies kann man ohne den Einsatz persönlicher Daten tun. Es ist lediglich ein Nickname und ein Passwort notwendig.

Als Lehrkraft kann man sich auch registrieren, dann bekommt man zusätzlich noch Zugriff auf historisches Material im Archiv.

Zeitzeugen-App der Berliner Geschichtswerkstatt:

Link Zeitzeugen App Berlin

Diese App ist ausschließlich in Berlin sinnvoll nutzbar, da sie fünf Touren durch Berlin bietet. Auf der Homepage heißt es: „Folgen Sie mit dem Smartphone den Erinnerungen ehemaliger Zwangsarbeiter an Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus. Zeitzeugen erinnern sich an Fabriken und Lager; Fotos und Dokumente zeigen Opfer und Täter. Die App steht kostenlos zum Download bereit.“

Folgende Touren gibt es:

Ein Pole in Berlin (Fuß-Tour, Start: S-Bhf. Bornholmer Straße)

Opfer und Täter (Fuß-Tour, Start: Brandenburger Tor)

In der Fabrik (Fuß-Tour, Start: S-Bhf. Gesundbrunnen)

Zwangsarbeit war überall (Rad-Tour, Start: Potsdamer Platz)

Durch die Stadt der Lager (S-Bahn-Tour, Start: Bahnhof Zoologischer Garten)

 

Zeitzeugen

Durch den Einsatz von Zeitzeugen(dokumenten) besteht die Möglichkeit, den Menschen hinter der Geschichte, die gerade vermittelt wird, ein echtes Gesicht zu geben und die Inhalte so für die SuS erlebbarer und personalisiert anzubieten. Dennoch ist auch bei Zeitzeugen Vorsicht geboten, da diese häufig auf die SuS überwältigend authentisch wirken und eine Dekonstruktion der Inhalte dadurch schwerer fällt.

Da es entweder aus Gründen des fortschreitenden Lebensalters mancher Zeitzeugen oder schlicht aus Mangel an bekannten Zeitzeugen nicht immer einfach ist, Zeitzeugen real in die Schule einzuladen, kann auch zunehmend auf digitalisierte Angebote zurückgegriffen werden, z.B.

Zeitzeugen-Portal:

Link Zeitzeugen-Portal

Das Zeitzeugen-Portal ist in der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ angesiedelt. Das Portal ist kostenfrei und frei zugänglich.

Zeitzeugen berichten:

Link Zeitzeugen berichten

Das Portal „Zeitzeugen berichten“ wird vom „Haus der Bayerischen Geschichte“ bereitgestellt. Hilfreich ist bei den Videos, dass meist unter den Videos weitere Hintergrundinformationen zum jeweiligen Zeitzeugen bereitgestellt werden, z.B. ein Biogramm, Stichwörter zum Inhalt und Daten zum Video.

Der Schwerpunkt ist aufgrund der Zugehörigkeit zum „Haus der Bayerischen Geschichte“ natürlich auf Bayern gelegt, dennoch sind viele Videos auch exemplarisch für einen größeren Radius nutzbar.

Das Portal ist kostenfrei und frei zugänglich.