Didaktisch-methodische Grundsätze

Um den Kindern und Jugend­lichen angst­freie, konstruk­tive Zu­gänge auch zu poten­ziell be­drücken­den Aspek­ten Bevöl­kerungs­schutz rele­vanter The­men zu ermög­lichen, em­pfiehlt sich für die unter­richtliche In­szenierung die Orien­tierung an didak­tischen und metho­dischen An­sätzen der Trans­formativen Bil­dung, der BNE, der Son­derpäda­gogik und der Risiko­kommuni­kation.

Zentral er­schei­nen z. B. fol­gende Gelingensbedingungen:

  • Neben kognitiven sind auch sub­jektive und emo­tional gepräg­te Zu­gänge lern­wirksam.
  • Risiko­wahrneh­mung (situa­tives, subjek­tives Em­pfinden) sol­lte dann je­doch in ein Risiko­bewusst­sein (objek­tiviertes, reflek­tiertes Ver­ständnis) über­führt wer­den. Dieses steht für ein sta­bileres, meist kog­nitiv fun­diertes Wis­sen über Ur­sachen, Fol­gen und kon­krete Handlungs­optionen.
  • Selbstwirksamkeits­erfahrungen und posi­tive Perspek­tiven durch Mög­lichkei­ten eigenen Han­delns beein­flussen maß­geblich die Bereit­schaft, Vorsorge­maßnah­men zu tref­fen und ange­messen auf Ge­fahren­lagen zu re­agieren.
  • Die unterrichtliche Re­flexion geeig­neter, regu­lärer fach­licher Lern­inhalte mit einem Fo­kus auf im Bevöl­kerungs­schutz rele­vante Aspek­te macht den Schü­lerin­nen und Schü­lern ihre brei­te Wissens­basis noch be­wusster.
  • Es sollten behut­same Unter­richts- und Gesprächs­formen ge­wählt wer­den, da sich Bevöl­kerungs­schutz rele­vante Unter­richts­inhalte bei ein­zelnen Schü­lerin­nen und Schü­lern emo­tional belas­tend aus­wirken kön­nen (z. B. antizi­pierte Situati­onen hoher Bedro­hung und existentiel­ler Gefähr­dung). Dies kann al­le Schülerin­nen und Schü­ler betref­fen, insbeson­dere aber auch sol­che mit An­spruch auf ein sonder­pädago­gisches Bil­dungsan­gebot oder Kin­der mit Kriegs- und Flucht­erfahrungen.
  • Die spezifischen Be­darfe von Kin­dern mit Beein­trächti­gungen müs­sen gege­benen­falls beson­ders berück­sichtigt wer­den (z. B. unter­stützte Kommuni­kation mit Symbol­systemen wie Metacom, um im Krisen­fall alle sprach­lich er­reichen zu kön­nen).