Lernvideos im Unterricht

Lernvideos können im Unterricht auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Im Folgenden werden Videos aus verschiedenen didaktischen Perspektiven betrachten und methodische Hinweise vorgestellt.

Lernvideos mit Blick auf die vier Rollen digitaler Medien im Unterricht

Primär werden Lernvideos oft als Unterrichtsmittel betrachtet. In kleinen „Lernsnacks“ können den Lernenden so aufbereitete Informationen zur Verfügung gestellt werden. Die Stärke von Lernvideos liegt darin, auf Abruf verfügbar zu sein. Lernende können sie also

  • bei Bedarf ansehen,
  • immer wieder ansehen und
  • pausieren oder zurückspulen.

Das ermöglicht ein asynchrones Lernen im eigenen Tempo und zum selbstgewählten Zeitpunkt. Insbesondere Regeln und Algorithmen wie mathematische Rechengesetze oder grammatikalische Bildungsvorschriften können so geübt werden.

Besonderes Potential liegt im Einsatz von Lernvideos als Gestaltungsmittel. Das Erstellen eines solchen Produktes kann langfristig geplant und begleitet werden. Dies ermöglicht eine Schwerpunktsetzung auf fachliche Inhalte und Darstellungsmöglichkeiten, Gestaltungsprinzipien oder ein lernprozessbegleitendes Feedback oder Gestaltungsprinzipien.

Dabei werden die Videos selbst auch zum Unterrichtsgegenstand., wenn man beispielsweise fragt, was ein gutes Video ausmacht oder in welchen Situationen ein Video besser geeignet sein kann, als ein anderes Medium.

Videos können auch als Organisationsmittel eingesetzt werden. Insbesondere im Fernunterricht kann die Lehrkraft so auf direktem Wege organisatorische Informationen den Lernenden zukommen lassen und dabei persönliche Nähe aufbauen, die aufgrund der Schulschließungen fehlt.

Lernvideos mit Blick auf die Unterrichtsphasen

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Lernvideos auswählen und nutzen

Diese Seite befindet sich im Aufbau. Gute Tipps zur Auswahl von Lernvideos finden sie in diesem Video des DZLM.

Die Produktion von Lernvideos planen

Diese Seite befindet sich im Aufbau. Gute Tipps zur Planung der Videoproduktion finden Sie in diesem Video des DZLM.

Methoden der Videoproduktion

Um Videos zu erstellen gibt es verschiedene Herangehensweisen. Diese variieren im Aufwand, der benötigten Technik und im erzielten Effekt.

Variante 1: eine Videoaufnahme

Mit einem Smartphone oder einem Tablet kann man einfach die Entstehung eines Tafelbildes oder das Schreiben oder Zeichnen auf einem Blatt Papier abfilmen. Auf diese Weise kommt man am schnellsten und einfachsten zu einem guten Ergebnis und kann sich dafür umso mehr auf die fachlichen Inhalte und Darstellungsformen fokussieren. Ein Stativ für die Kamera ist dabei empfehlenswert.

Variante 2: die Legetechnik

Die Legetechnik ist eine etwas weiterentwickelte Form der Videoaufnahme. Das Smartphone oder Tablet wird zum Beispiel auf einer Box positioniert. Außerdem werden Figuren oder Zeichnungen vorbereitet, die dann innerhalb der Box abgefilmt und bewegt werden können.

Variante 3: der Screencast

Für den Screencast wird keine Kamera verwendet, sondern der Bildschirm wird live aufgenommen. So können insbesondere Vorgänge in einzelnen Apps oder im Internet-Browser gezeigt und kommentiert werden.

Variante 4: StopMotion

Bei der StopMotion-Aufnahme wird ein Video Bild für Bild in einzelnen Fotos aufgenommen. Dabei werden Figuren verwendet, die mit jedem Foto ganz leicht verändert werden. Damit ein flüssiges Bild entsteht, sollten pro Sekunde mindestens 10 Fotos verwendet werden, was diese Methode sehr zeitintensiv macht. StopMotion ist deshalb insbesondere für kurze Videos und zum Verstehen von Film und Gestaltungsprinizipien geeignet.

Variante 5: Greenscreen

Man kann aus einer Aufnahme einzelne Farbtöne herausfiltern, wodurch die Aufnahme an dieser Stelle transparent wird. Nimmt man eine Person vor einem grünen Hintergrund auf, kann so der grüne Hintergrund herausgefiltert und ein neuer Hintergrund eingefügt werden. Diesen grünen Hintergrund, der herausgefiltert werden kann, nennt man Greenscreen. Theoretisch kann die Methode auch auf andere Farben angewendet werden. Grün hat sich durchgesetzt, da dieser Farbton in Haut und Haaren selten vorkommt. Für Personen mit grünen Augen kommt auch manchmal ein Bluescreen zum Einsatz.

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