Dienste zur Zusammenarbeit

Wenn Lehrende und Lernende über das Internet zusammenarbeiten, nutzen sie dafür bestimmte Dienste beispielsweise zum Versenden von Emails, zum Austausch von Dateien oder zum Erstellen und bearbeiten interaktiver Arbeitsaufträge. Diese Seite soll eine Übersicht darüber geben, welche Dienste für die Zusammenarbeit in der Schule von Bedeutung sein können. Außerdem stellen die Medienberaterinnen und Medienberater vor, wie sie diese Dienste im Kontext ihrer schulischen Ausstattung nutzen.
Dieser Artikel bleibt dabei bewusst unabhängig von konkreten Produkten und Anbietern. Einen Überblick, welche Anbieter Sie in Ihrer Schule nutzen können, finden Sie hier:

Welche Dienste können in der Schule genutzt werden?
#Abstimmungssystem: Ein Abstimmungsystem kann genutzt werden, um beispielsweise ein spontanes Meinungsbild einzufangen oder einen gemeinsamen Termin für die Zusammenarbeit zu finden.
#Arbeitsaufträge: Das Stellen von Arbeitsaufträgen kann in der Regel auch über E-Mail oder einen Messenger geschehen. Manche Programme bieten allerdings die Möglichkeit, ganze Arbeitsblätter vorzubereiten und per Link zu verteilen.
Andere Dienste bieten interaktive Aufgaben an. Diese können digital bearbeitet werden und geben dann unmittelbar eine Rückmeldung zur Lösung. Die Aufgabentypen können abhängig vom Anbieter sehr vielfältig sein, z. B. Multiple-Choice und Lückentexte, Hörverstehensaufgaben, Einzeichnen in ein Koordinatensystem, (Zahlen-)Quiz etc.
#Buchungssystem: Ein Buchungssystem erlaubt das Einschreiben in einen Zeitplan, wodurch zum Beispiel Räume, Sportgeräte, Tabletkoffer etc. reserviert werden können.
#Datenablage: Hier können Dokumente, Fotos, Videos etc. abgelegt werden. Dies geschieht oft in einer Ordnerstruktur, die an die Festplatte eines üblichen Computers erinnert. Der Unterschied liegt darin, dass diese Datenablage auf einem zentralen Server liegt und mehrere Personen gemeinsam über ein Intra- oder das Internet darauf zugreifen können.
#Digitale Pinnwand: Eine digitale Pinnwand erlaubt das Hochladen und Anzeigen von Kommentaren und oft auch Fotos, Videos, Links etc. Der Unterschied zur Datenablage liegt vor allem in der Visualisierung, da bei der digitalen Pinnwand die Einträge wie auf einer echten Pinnwand angezeigt, verschoben und sortiert werden können.
#E-Mail: Ein E-Mail-System ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen. Auch Dateien können per E-Mail versendet werden. Für das Kommunizieren in Gruppen ist allerdings ein Messenger besser geeignet.
#Feedbacksystem: Ein Feedbacksystem erlaubt es der Lehrkraft Rückmeldungen einzuholen oder Rückmeldungen zu geben. Im Gegensatz zu einem Abstimmungssystem bietet es häufig zusätzlich Möglichkeiten zur Texteingabe und Beschränkungen, wer die Rückmeldung einsehen kann.
#Forum: In einem Forum können sich viele Personen gemeinsam themenspezifisch austauschen. Im Gegensatz zu einem Messenger gibt es hier allerdings seltener geschlossene Gruppen. Stattdessen werden für einzelne Themen Diskussionsstränge gestartet, die für alle Teilnehmer/innen einsehbar sind.
#Kurse: In Kursen können Inhalte wie Texte, Tafelbilder, Arbeitsaufträge und -Lösungen, Video und Dokumente in Kapitel vorstrukturiert werden. So kann eine Unterrichtseinheit erstellt werden, die dann lediglich an eine Lerngruppe ausgeteilt werden muss.
#Messenger: In der Regel hat bei einem Messenger jede Person ein eigenes Konto. So können mit dem Messenger zum Beispiel Textnachrichten von Person zu Person versendet werden. Auch die Bildung eines Gruppenkanals ist möglich. Die meisten Messenger bieten darüber hinaus die Möglichkeit, auch Dokumente, Dateien, Fotos oder Videos zu versenden.
#Onlineoffice: Ein Onlineoffice bietet Programme zur Textbearbeitung, Tabellenkalkulation oder zum Erstellen von Präsentationen. Der Unterschied zur üblichen Office-Software liegt darin, dass alle Dokumente online auf einem Cloudserver gespeichert werden. So können mehrere Personen gleichzeitig auf das selbe Dokument zugreifen und zeitgleich darin arbeiten.
#Prüfungen: Manche Anbieter erlauben über das Erteilen von Arbeitsaufträgen hinaus, diese zu einem bestimmten Zeitpunkt freizuschalten und die Rückgabe der Arbeitsergebnisse nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erlauben. Werden zeitlich begrenzte Arbeitsaufträge erteilt, kann damit eine Prüfungssituation generiert werden, in der für alle Lernenden die Aufgabe synchron bekommen und abgeben müssen.
#Schulplattform: Eine Schulplattform vereint mehrere der hier dargestellten Dienste (und potentiell noch weitere) in einem integrativen System.
#Terminplaner: Im Vergleich zu einem üblichen Kalender besteht bei Online-Terminplanern die Möglichkeit, verschiedene Gruppen anzulegen. So können Beispielsweise die Termine für eine bestimmte Klasse, eine bestimmte Fachkonferenz und eine Schulveranstaltungen in verschiedenen Kalendern eingetragen werden. Eine Lehrkraft abonniert dann nur die Kalender, die persönlich von Bedeutung sind. Auch können Termine z. B. über E-Mail versendet werden, wo in der Benachrichtigung direkt die Teilnahme bestätigt oder abgesagt werden kann.
#Webkonferenzen: In einer Webkonferenz können sich mehrere Personen live online treffen, um sich mit Ton und Video auszutauschen. Dazu werden entsprechend ein Mikrofon und gegebenenfalls eine Kamera benötigt. Auch eine Bildschirmübertragung ist oft möglich, sodass gemeinsam ein Arbeitsergebnis produziert werden kann.
#Wiki: Ein Wiki ist wie ein Online-Lexikon, das von einer Gruppe gemeinsam erstellt und bearbeitet wird. Dadurch können gemeinsame Absprache, aktuelle, allgemeine und spezielle Informationen und Dokumente für alle auffindbar systematisch abgelegt werden. In der Regel hat ein Wiki auch eine Suchfunktion.
So arbeitet eine Schülerin und ein Schüler an der Grundschule

So kommuniziere ich mit den Lernenden

In unserer Grundschule läuft fast die gesamte digitale Kommunikation über die Eltern. Dies liegt daran, dass viele Kinder nur wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Geräten in diesem Ausmaß haben. Auch fehlen ihnen oft die technischen Voraussetzungen hierzu.
Ich bin für die Eltern und Kinder sowohl über #E-Mail als auch über mein Telefon zu bestimmten Zeiten erreichbar. Ich selbst versende wichtige Informationen über einen #E-Mail-Verteiler unserer kürzlich eingerichteten #Schulplattform. Grundlage für diese Kommunikation ist, dass die Eltern regelmäßig das #E-Mail-Postfach prüfen.
Eine direkte Ansprache hat für die Lernenden eine besondere bedeutung. Deshalb drehe ich hin und wieder ein kleines Video mit meinem Smartphone, in dem ich davon erzähle, was ich so mache und dass ich mich freue, sie bald wieder zu sehen. Für die Zukunft plane ich den Einsatz von #Webkonferenzen, in denen die Kinder die Chance haben, mit mir persönlich zu sprechen.

So stelle ich Material und Arbeitsaufträge zur Verfügung

Die #Schulplattform nutze ich unter anderem als #Datenablage. So werden die Arbeitsmaterialien und #Arbeitsaufträge digital verteilt. Einige Materialien müssen hierbei ausgedruckt werden. Nach einer Abfrage bei den Eltern konnte ich sicherstellen, dass für alle Lernenden eine Möglichkeit zum Drucken vorhanden ist.
Zur Organisation der Aufgaben werden auf der #Schulplattform einzelne Materialeinträge erstellt, in denen alle Aufgaben als Dokumente gesammelt sind. Dazu enthält der Materialeintrag einen Arbeitsplan, der für alle Fächer aufzeigt, welches Material benötigt wird (Arbeitsblätter, Videos usw.) und worin die Aufgabe besteht. Die #Arbeitsaufträge selbst erstelle ich mit einer speziellen Software und speichere sie dann als pdf-Dateien ab. So werden sie bei allen Lernenden korrekt angezeigt. Die Arbeitsaufträge ergänze ich durch kurze Erklärvideos. Diese Erstelle ich per Bildschirmaufnahme oder ich filme mich mit dem Smartphone selbst vor der Tafel oder bei der Arbeit auf einem Blatt Papier. Zusätzlich habe ich zwei Materialeinträge auf der #Schulplattform eingerichtet, in denen Lernangebote aufgelistet sind, falls die Eltern etwas mehr Material für ihre Kinder benötigen.

So kommunizieren die Lernenden untereinander

Nachdem ich die ersten #Webkonferenzen mit den Lernenden gemacht habe, möchte ich ihnen die Möglichkeit geben, es selbst in kleinen Gruppen auszuprobieren. Außerdem telefonieren sie oft miteinander, nachdem sie die Aufgaben bearbeitet haben. So können sie in den Austausch miteinander gehen und gegebenenfalls mit einem Partner eine Aufgabe gemeinsam lösen.
4. So werte ich mit den Lernenden die Arbeitsergebnisse aus
Die Eltern haben zwei Möglichkeiten mir die bearbeiteten Materialien immer bis Freitag zukommen zu lassen. Sie können mir entweder die Materalien per #E-Mail zusenden oder in eine Kiste legen, die immer freitags vor die Schule gestellt wird. Um die Anzahl an zu sichtenden Arbeitsergebnissen gering zu halten, müssen die Eltern nur die entsprechend gekennzeichneten Arbeitsblätter abgeben. Zum #Feedback habe ich dann ein Formular erstellt, in dem schnell festgehalten werden kann, wie ich die Arbeitsergebnisse bewerte. Dieses Formular erhalten die Kinder dann per #E-Mail zugesendet.

So arbeiten wir im Kollegium zusammen

Unsere Informationen von der Schulleitung erhalten wir stets über unsere #Schulplattform. Dort stellt unsere Schulleitung regelmäßig Dokumente ein. Unsere Aufgabe ist es, uns regelmäßig auf der #Schulplattform anzumelden und uns über die aktuellen Themen zu informieren. Zur Zusammenarbeit nutzen ide Kolleginnen und Kollegen hauptsächlich #E-Mails.oder die #Schulplattform. Nach Einführend der #Webkonferenz-Lösung ist diese auch für die Zusammenarbeit im Kollegium geplant.

So arbeitet eine Sonderschullehrkraft

So kommuniziere ich mit den Lernenden

Besonders wichtig bei meiner Arbeit sind gute Absprachen mit den Lehrkräften an der Gemeinschaftsschule. Gemeinsam nutzen wir für die Kommunikation mit unseren Schülerinnen und Schülern verschiedene Kommunikationswege. Für Informationen über das weitere Vorgehen in der Schule und andere organisatorische Angelegenheiten erfolgen per #E-Mail oder Telefon. Insbesondere das Telefon erlebt zur Zeit eine Renaissance, da fast jede Schülerin und jeder Schüler in meinen siebten und achten Klassen ein eigenes Smartphone hat, und wir so neben der eigentliche Informationsübermittlung auch wichtige Beziehungsarbeit leisten können.

So stelle ich Material und Arbeitsaufträge zur Verfügung

Das Verteilen von #Arbeitsaufträgen und die die Bereitstellung von Materialien erfolgt je nach Schulkollegium, mit dem ich zusammenarbeit, unterschiedlich. Einige versenden Materialien ebenfalls per #E-Mail, andere nutzen eine #Schulplattform. Bei Fragen biete ich #Webkonferenzen an, die jedoch nicht verpflichtend sind. Für gewöhnlich verteilen wir Wochenpläne.
Zusätzlich biete ich für meine Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein Langzeitprojekt zum Thema „Vom Ei zum Ei“ an. Über einen Livestream können sie das Leben von Wachteln, von der Kunstbrut bis zur legereifen Wachtel verfolgen und differenzierte Aufgaben dazu bearbeiten.

So werte ich mit den Lernenden die Arbeitsergebnisse aus

Die Arbeitsergebnisse erhalten meine Regelschulkollegen und ich in der Regel per #E-Mail. Mittelfristig ist geplant, hierfür die #Schulplattform zu nutzen. Teilweise besprechen wir Ergebnisse auch am Telefon. Gerade für Schülerinnen und Schüler, für die das Lesen eine sehr große Herausforderung ist, bevorzugen wir diese Variante, auch wenn sie sehr viel Zeit kostet.

So arbeiten wir im Kollegium zusammen

Das Kollegium des Förderzentrums kommuniziert über #E-Mail. Mindestens einmal pro Woche informiert unsere Schulleitung über alle wichtigen Informationen. Bei kurzfristig zu beachtenden Informationen erfolgt eine gesonderte E-Mail. Konferenzen werden als #Webkonferenz durchgeführt.
In der Gemeinschaftsschule erfolgt die Kommunikation vor allem über die Schulplattform. Innerhalb der Jahrgangsteams gibt es verschiedene Kommunikationswege.

So kommuniziere ich mit den Eltern

Mit Eltern kommuniziere ich vor allem per Telefon und per #E-Mail. Wichtig ist mir, dass die Eltern wissen, dass sie sich jederzeit über alle zulässigen Wege mit mir kommunizieren können. Dabei habe ich bewusst entschieden, für die Zeit des Fernunterrichts auch während der Ferien erreichbar zu sein.

So arbeitet die Sachgebietsleitung mit den Medienberater/innen

So kommuniziere ich mit meinem Team:

Mit meinen Kolleginnen und Kollegen tausche ich mich über eine integrative Plattform aus. Diese bringt einen #Messenger mit sich. Hier haben wir einen Kanal eingerichtet, über den ich Ankündigungen, aktuelle Termine, gemeinsame Absprachen oder Erinnerungen kommuniziere. Es hat sich als sehr wichtig herausgestellt, dass es nur einen solchen Kanal gibt. Problematisch wird es dann, wenn manche Informationen über E-Mail und andere über einen Chat kommen. Hier muss alles an einem Ort gebündelt sein, da es sonst unübersichtlich wird. Außerdem können sich mit dem #Messenger alle Teammitglieder gegenseitig Direktnachrichten senden um Absprachen zu treffen, Informationen auszutauschen oder weitere Termine zu planen. Wir haben als Ziel vereinbart, dass alle Teammitglieder täglich die Nachrichten abrufen. Es gibt allerdings auch eine App für das Smartphone, mit der man bei neuen Informationen direkt benachrichtigt werden kann.

So stellen wir Material zur Verfügung und koordinieren Arbeitsaufträge:

Neben dem Messenger ist die #Datenablage zentral für unsere Arbeit. Hier kann jedes Teammitglied in Ordnern Dateien ablegen und für andere zur Ansicht und Bearbeitung freigeben. Auch hier gibt es sowohl persönliche als auch Gruppenablagen. Auch ein #Onlineoffice (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen) ist integriert. Hier können Dokumente erstellt und dann zeitgleich von mehreren Personen kollaborativ bearbeitet werden.

So kommuniziert die Mitglieder des Teams untereinander:

In der Medienberatung arbeiten wir in Gruppen zusammen. Das sind einerseits regionale Arbeitsgruppen für #EduSH-Netzwerke. Andererseits sind es auch themenbezogene Arbeitsgruppen, die unter anderem konkrete Beispiele für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht ausarbeiten. Für den Austausch in diesen Arbeitsgruppen gibt es im #Messenger spezielle Chat-Kanäle, an denen nur die Mitglieder teilnehmen, die tatsächlich auch in der Gruppe arbeiten. In manchen Gruppen bin ich auch Mitglied, ohne selbst aktiv mitzuschreiben. So bekomme ich die wesentlichen Informationen aus den Arbeitsgruppen mit.

So besprechen wir gemeinsam Arbeitsergebnisse und -prozesse:

Ergänzend zu dieser Plattform nutzen wir noch einen Dienst für #Webkonferenzen. Hier kann (statt nur zu schreiben) auch miteinander gesprochen werden, während eine Person aus dem Team einzelne Dokumente oder den ganzen Bildschirm freigeben kann. In der Freigabe sieht man dann häufig gemeinsame Arbeitsdokumente aus dem #Onlineoffice, wo beispielsweise das Protokoll zur Konferenz bearbeitet wird. In der großen Gruppe arbeiten wir hier eher frontal: Eine Person geht die Tagesordnungspunkte nacheinander durch und weist auf Neuigkeiten und Veränderungen hin. Die anderen Personen melden sich bei Bedarf und bekommen dann das Rederecht erteilt. Wird eine Rückmeldung vom ganzen Team benötigt, nutzen wir dann eher den in der #Webkonferenz integrierten Chat, da hier alle gleichzeitig schreiben können. Das ist effizienter, als 15 Personen nacheinander das Rederecht zu erteilen. Auch auf Webcams verzichten wir in diesen Sitzungen vollständig. Zwischen den großen Teamkonferenzen treffen sich im Online-Konferenzraum aber auch die Arbeitsgruppen, um an ihren Themen weiterzuarbeiten. Insbesondere in den kleinen Gruppen haben wir dann dauerhaft die Mikrofone eingeschaltet und arbeiten selten auch mit einer Videoübertragung.