🎭 Weiterbildung Sekundarstufe II

Diese aufbauende Weiterbildung für Sek II schließt direkt an die Weiterbildung für die Sekundarstufe I an und führt zur vollständigen Unterrichtsgenehmigung für das Fach Darstellendes Spiel in der Sekundarstufe II. Mit dem Abschluss ist man berechtigt, das Fach in der Oberstufe zu unterrichten und Schülerinnen und Schüler im Abitur zu prüfen.

 

📅 Geplanter Durchgang: nach der Weiterbildung Sek I 2027-2028, Termin noch unbekannt
Informationsphase: wird noch bekannt gegeben
Anmeldeschluss: wird noch bekannt gegeben (Posteingang).
Wichtiger Hinweis: Nach Ablauf der Frist sind keine Anmeldungen mehr möglich.
Auswahlverfahren: nach Nachweis der Voraussetzungen

🏛️ Schulische Voraussetzungen
Damit das Fach Darstellendes Spiel an Ihrer Schule regulär etabliert werden kann, müssen laut Fachvorgaben folgende Bedingungen erfüllt sein:

Personelle Kapazität: Es müssen mindestens zwei Lehrkräfte mit entsprechender Unterrichtsgenehmigung an der Schule tätig sein.
Fachraum: Die Schule muss einen adäquaten Fachraum für Darstellendes Spiel nachweisen können (entsprechende Größe, Technik, Bodenbeschaffenheit).

🛡️ Persönliche Voraussetzung
Die Weiterbildung ist als intensiver, ensemblebasierter Prozess konzipiert:

Nachweis: Unterrichtsgenehmigung der grundlegenden Weiterbildung Sek I Darstellendes Spiel
Laufbahn:
Gymnasium, Sek II, Planstelle

Vollständige Teilnahme: Die Wahrnehmung aller Termine ist zwingend erforderlich. Ein Nachholen oder Wiederholen des Grundkurses ist nicht möglich.
Dienstliche Befreiung: Die Freistellung durch die Schulleitung für die gesamte Dauer der Module ist Voraussetzung für die Teilnahme.

🚀 Der Weg zur Anmeldung für die aufbauende Weiterbildung in Sek II
Besprechen Sie die Kapazitäten und die strategische Fachplanung frühzeitig mit Ihrer Schulleitung. Die Anmeldung erfolgt nach Ausschreibung über den offiziellen Dienstweg.

WB Sek II - Inhalte - Kurzinformation

Die Weiterbildung „BAUSTEINE SEKUNDARSTUFE II (Aufbaukurs)“ bietet als flexibles Kursmodell ein einjähriges Curriculum zur Erlangung der offiziellen Unterrichtsgenehmigung für das Fach Darstellendes Spiel in der Sekundarstufe II inklusive Abitur-Prüfung. Die Maßnahme setzt die Sek-I-Unterrichtsgenehmigung voraus und findet in der Regel in der Jugendakademie Bad Segeberg statt. Um den Theorie-Praxis-Transfer direkt zu gewährleisten, unterrichten die Teilnehmenden parallel dazu einen eigenen DS-Oberstufenkurs an ihrer Schule. Eine flexible Verlängerung von Nachweisen bis in ein drittes Qualifizierungsjahr ist möglich.

Didaktisch und methodisch basiert der Aufbaukurs konsequent auf der Theater-Projekt-Methode, den Fachanforderungen für die Sek II sowie dem Prinzip „Praxis vor Theorie“. Der Einstieg erfolgt über fortgeschrittene Performance-Ansätze rund um das Zusammenspiel und die Dissonanz von Körper-, Raum-, Sprach- und Textaktionen im System von Reiz und Impulsketten. Im Zentrum stehen die Verfestigung einer professionellen Spielleitungshaltung in offenen Unterrichtssituationen (Erprobungsraum, Experimentieren, Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz, Fehlerkultur), die Förderung von Demokratie, Inklusion und Wohlbefinden sowie die dialogisch-theoriegeleitete, prozessorientierte Leistungsbewertung im Hinblick auf Oberstufe und Abitur.

Die Weiterbildung gliedert sich in vier künstlerisch-wissenschaftliche Bausteine, die fortgeschrittene Praxis mit Theorie fundieren, regelmäßigen Austausch mit der Europa-Universität Flensburg beinhalten und jeweils mit einer theoriegeleiteten Schlussaufgabe sowie einer Theaterexkursion schließen:

Baustein 1 (Formate & Performatives Gestalten): fokussiert Postdramatik, das Performer-Ich (Tun vs. Tun als ob), Impuls-Beziehungs-Ketten sowie Differenzierungsstrategien in heterogenen Oberstufenkursen.
Baustein 2 (Verfahren – Epochen & Prüfungsformate): widmet sich der Übertragung historischer Theaterstile in zeitgenössische Kontexte, dramaturgischen Textreduktionen, der Theater-Historiografie sowie der Simulation von Prüfungs- und Klausursituationen.
Baustein 3 (Feedback & Prozessorientierte Bewertung): vertieft die Moderation offener Projektphasen, Methoden des Selbstorganisierten Lernens (SOL), das System Schule und das Erarbeiten valider Kriterienkataloge für projektorientierte und mediengestützte Leistungsbewertung im reflexiven Dialog.
Baustein 4 (Komposition & Digitale Ästhetik in der Stückentwicklung): beleuchtet das Werkzeugset zeitgenössischer Dramaturgie, den Einsatz digitaler Medien sowie Teilhabe und schließt mit einer gemeinsamen Werkschau samt theoriegeleiteter Projektdokumentation (Facharbeit) ab.

Für die Unterrichtsgenehmigung Sek II müssen neben lückenloser Präsenz und der kontinuierlichen Fortführung der Theaterkladde (Probentagebuch) eine eigene Werkschau im öffentlichen Raum, eine theoriegeleitete schriftliche Projektdokumentation sowie ein abschließendes Fachgespräch nachgewiesen werden. Den Abschluss bilden ein Unterrichtsberatungsbesuch vor Ort an der eigenen Schule unter Einbeziehung der Schulleitung, eine kollegiale Hospitation bei einer/einem anderen Teilnehmenden sowie der Nachweis von 20 aufbauenden Fortbildungsstunden.