Studie: Gemeinsam grenzenlos lernen
Gemeinsam über Grenzen hinaus lernen - Machen Sie mit bei unserer Studie!
Schulische Auslandsaufenthalte gelten für viele Schüler und Schülerinnen als echtes Highlight ihrer Schulzeit: neue Eindrücke, neue Freundschaften, neue Perspektiven. Auch Lehrkräfte berichten häufig, dass ihre Klassen in dieser Zeit über sich hinauswachsen und wichtige Entwicklungsschritte machen.
Gleichzeitig wissen alle Beteiligten: Austauschprogramme sind mit erheblichem Aufwand verbunden – sie erfordern Zeit, Engagement, Personal und finanzielle Ressourcen. Ob und in welcher Weise sich dieser Einsatz tatsächlich auszahlt, wird bislang jedoch nur selten systematisch untersucht. Vieles wird angenommen, berichtet oder vermutet – belastbare Erkenntnisse fehlen häufig.
Genau hier setzt unsere Studie an.
Wir möchten gemeinsam mit Schulen in Schleswig-Holstein untersuchen, was Auslandsaufenthalte konkret bewirken – und wie Schulen diese Effekte gezielt stärken können. Dabei stehen nicht abstrakte Zahlen im Vordergrund, sondern praxisnahe Erkenntnisse, von denen Lehrkräfte und Schulen unmittelbar profitieren.
Was haben Lehrkräfte und Schulen davon?
Eine berechtigte Frage – und eine zentrale Motivation unserer Studie.
Durch Ihre Teilnahme erhalten Sie:
- Fundierte Rückmeldungen zu den Entwicklungsprozessen Ihrer Schülerinnen und Schüler
- Wissenschaftlich abgesicherte Argumente für Schulentwicklung, Elternarbeit und Schulprogramme
- Anregungen zur Weiterentwicklung von Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von Austauschprojekten
- Impulse für politische Bildung und Europa-Arbeit, bereits im Grundschulalter
Kurz gesagt: Die Ergebnisse helfen Ihnen dabei, Ihre wertvolle Arbeit sichtbar zu machen – nach innen wie nach außen. Außerdem verlosen wir unter den Lehrkräften, die diese Studie mit ihren Lernenden unterstützen, eine kleine Überraschung.
Worum geht es in der Studie?
Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Bedeutung haben schulische Auslandsaufenthalte für die Entwicklung von Lernenden?
Wir schauen dabei besonders auf drei Bereiche, die im Schulalltag eine immer größere Rolle spielen:
- Interkulturelle Kompetenzen: Persönliche Entwicklung, Offenheit und Perspektivwechsel
- Vertrauen & politisches Interesse: Wie entwickeln Kinder früh eine Beziehung zum politischen System?
- Europa & Identität: Welche Rolle spielen Auslandsaufenthalte für das Europa-Verständnis junger Menschen?
Erste Einblicke: Was zeigt die Pilotstudie?
In einer ersten Pilotstudie haben bereits 5 Schulen mitgemacht – mit spannenden Ergebnissen:
Die Befunde zeigen:
Bereits bei einer so geringen Stichprobe kann man teilweise deutliche Veränderungen bei den Lernenden sehen.
So deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass Auslandsaufenthalte schon im Grundschulalter Wirkung entfalten – etwa im Bereich interkultureller Kompetenzen und Vertrauen in politische Strukturen.
Diese Ergebnisse sind vorläufig, machen aber deutlich: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.
FAQ – Häufige Fragen zur Studie
Warum braucht es überhaupt Forschung zu Auslandsaufenthalten?
Auslandsaufenthalte sind mit einem hohen Ressourcenaufwand verbunden – Zeit, Personal und finanzielle Mittel. Umso wichtiger ist es, ihre Wirkungen systematisch zu untersuchen und weiterzuentwickeln.
Gibt es schon wissenschaftliche Belege für positive Effekte?
Ja. Studien zeigen unter anderem:
- Positive Effekte auf den Fremdsprachenerwerb, besonders bei engem Kontakt zu Gastfamilien (Tseng et al., 2024)
- Deutliche Effekte auf die kognitive Flexibilität junger Menschen (Hornberg et al., 2025)
Eine Untersuchung speziell für Schleswig-Holstein fehlt bislang – genau das möchten wir ändern.
Wie aufwendig ist die Teilnahme für Schulen?
Der Aufwand wird bewusst schulnah und realistisch gehalten. Die Erhebungen sind so konzipiert, dass sie gut in den Schulalltag integrierbar sind. Der Zeitaufwand beträgt etwa 20 Minuten vor und 20 Minuten nach dem Auslandsaufenthalt der Klasse. Besonders einfach: Es stehen digitale Fragebögen zur Verfügung, die die Abgabe der Antworten vereinfachen.
Was passiert mit den Ergebnissen?
- Schulen erhalten zusammengefasste Rückmeldungen
- Die Ergebnisse fließen in wissenschaftliche Veröffentlichungen ein
- Sie liefern eine fundierte Grundlage für Schulentwicklung und bildungspolitische Entscheidungen
- Gibt es konkrete Empfehlungen für die Praxis?
Bei der Studie werden datenschutzrechtliche Bestimmungen konsequent eingehalten.
Wer führt diese Studie durch?
Die Studie wird in Kooperation zwischen dem Bildungsministerium Schleswig-Holstein und der Universität Duisburg-Essen durchgeführt.
Verantwortlich für die wissenschaftliche Umsetzung ist Dr. Johanna Ziemes von der Universität Duisburg-Essen. Sie steht Ihnen bei Fragen zur Studie gerne zur Verfügung: Mail an Frau Dr. Johanna Ziemes .
Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an die Mitarbeitenden im Ministerium für allgemeine und berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur (MBWFK) wenden:
Frau Andrea Heering oder Herrn Christian Matthes .
Machen Sie mit!
Ihre Schule plant oder begleitet Auslandsaufenthalte? Dann laden wir Sie herzlich ein, Teil der Studie zu werden.
Gemeinsam schaffen wir Wissen, das
- Ihre schulische Praxis stärkt,
- die Bedeutung von Austauschprogrammen sichtbar macht und
- Bildung über Grenzen hinweg weiterdenkt.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
👉 Weitere Informationen zur Studie und zur Anmeldung finden Sie hier: