Umgang mit Heterogenität im Musikunterricht

S. Hoene, B. Thurmann, 100 Seiten
Best.-Nr.. 3/2011

Kaum ein Schulfach wird so sehr durch heterogene Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler geprägt wie das Fach Musik. In vielen Fällen befassen sich einzelne Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe außerhalb des schulischen Klassenunterrichts intensiv und kontinuierlich mit Musik. Diese Schülerinnen und Schüler nehmen über mehrere Jahre Instrumentalunterricht, für den sie täglich üben. Das Interesse an „klassischer“ Musik ist bei solchen Lernenden in der Regel recht groß – im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern der Lerngruppe. Ein besonderes Anliegen des Musikunterrichts muss es sein, bei wenig vorgebildeten Schülerinnen und Schülern das vorhandene Potential zu erhalten und zu entfalten. Der schulische Musikunterricht kann sich nicht zum Ziel setzen, in einem Klassenunterricht von maximal zwei Wochenstunden derartig heterogene Voraussetzungen auszugleichen, sondern muss versuchen, diese Bedingungen produktiv zu nutzen. Daher gilt es, im Rahmen der jeweils geltenden Lehrpläne die individuellen Möglichkeiten und Interessen der Schülerinnen und Schüler möglichst optimal zu fördern.

Gezielte Maßnahmen der Binnendifferenzierung helfen dabei, einen vielfältig fördernden und fordernden Musikunterricht zu planen, der für möglichst alle Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe interessant und attraktiv ist. Anstatt des „Wiederholens“ derselben Inhalte in verschiedenen Klassenstufen im Gleichschritt, wobei die einen sich langweilen und die anderen dennoch den Anschluss verpassen, muss der Musikunterricht geeignete Aufgabenstellungen für unterschiedliche Lernvoraussetzungen bereithalten.

Der Band kann als Methodenüberblick und Ideensammlung und genutzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe: Fünf Bereiche der Heterogenität

Leseprobe: Höreindrücke beschreiben